WordPress installieren – Part 1 der WordPress-Basics
In der letzten Woche habe ich hier einige Vorteile des CMS-Systems WordPress aufgelistet, die es ermöglichen, neue Geschäftsmodelle oder Projekte schnell und kostengünstig zu starten.
Wer beispielsweise die Lean-Startup-Methode für sein Startup anwendet oder anderweitig per Bootstrapping gründet, hat also mit WordPress eine ideale Plattform, um sein Online-Projekt schnell und auch ohne Programmierkenntnisse auf die Rampe zu setzen.
Da ich neben diesem Blog hin und wieder das eine oder andere Projekt mit WordPress aufsetze, habe ich mir für die einzelnen Schritte Todo-Listen angelegt, damit ich mich nicht jedesmal neu in die Materie einfuchsen muss. Diese Listen werden in lockerer Abfolge dieser WordPress-Basics-Serie bilden, angereichert mit Hintergrundinfos und näheren Erklärungen.
Im ersten Teil der WordPress-Serie soll es zunächst um die Frage gehen: Wie kann ich WordPress installieren? Und keine Sorge – jeder einzelne Schritt ist dabei wirklich kein Hexenwerk, sondern sollte wie auch der Umgang mit WordPress ohne Programmierkenntnisse machbar sein.
Voraussetzungen zum WordPress Installieren
Bevor du mit dem Installieren von WordPress beginnst, brauchst du einen Server, auf dem die WordPress-Software schließlich laufen soll. Vielleicht hast du bereits bei Hosteurope*, Alfahosting* oder einem anderen Anbieter ein Hosting-Paket gebucht, ansonsten solltest du das jetzt machen.
Achte dabei darauf, dass der Hoster, den du aussuchst, auch die Voraussetzungen für WordPress-Installationen bietet.
Welche sind das also im Einzelnen?
- PHP (möglichst die aktuellste Version)
- MySQL (möglichst die aktuellste-Version)
Normalerweise geben die Hoster recht transparent an, ob man dort WordPress installieren kann, und diese Voraussetzungen erfüllen, nicht zuletzt weil das System weltweit immer mehr Nutzer findet.
Datenbank für WordPress anlegen
Die in deinem Webspace erforderliche Datenbank findest Du normalerweise in der Verwaltungsansicht deines Hosting-Accounts. Bevor es mit der eigentlichen Installation losgeht, ist dort erstmal eine neue Datenbank anzulegen.
Todo´s:
- In den Bereich der Datenbanken im Hosting-Account klicken.
- Neue Datenbank anlegen.
- Datenbankname, Benutzername und Passwort zur neuen Datenbank aufschreiben (wird im nächsten Schritt gebraucht).
WordPress-Software auf den Server laden
Um eine Website mit WordPress zu gestalten und zu publizieren, benötigst du erstmal die WordPress-Software, die du in deinem beim Hoster gebuchten Webspace installieren musst. Einige Anbieter haben dazu auch einen speziellen Installer, ansonsten geht´s mit folgenden…
Todo´s:
- WordPress-Software bei WordPress Deutschland kostenlos herunterladen.
- Den heruntergeladenen Ordner entpacken.
- Im entpackten Ordner “wordpress” liegt eine Datei namens “wp-config-sample.php”. Diese in “wp-config.php” umbenennen.
- Die Datei “wp-config.php”-Datei jetzt mit einem Text-Editor öffnen, und die Zugangsdaten der Datenbank (siehe oben) eintragen.
In der Datei selbst steht praktischerweise auch schon, welche Daten du genau anzupassen hast. Z.B.: “Ersetze username_here mit deinem MySQL-Datenbank-Benutzernamen”.
Einzusetzen sind deine folgende Daten:
- Datenbankname
- Datenbank-Benutzernamen
- Datenbak-Passwort
- Serveradresse der Datenbank
Manchmal heißt die Serveradresse auch schon “localhost”, was standardmäßig auch schon so in der Datei steht, ansonsten kommt eine andere Serveradresse rein.
Nach dem buchstabengenauen Eingeben der Daten geht es weiter:
- Datei speichern (Dateiname und Ordner beibehalten).
- Den Ordner “wordpress” per FTP-Programm in den Webspace hochladen.
Die FTP-Daten (URL, Benutzername, Passwort) sind im Hosting-Account hinterlegt. Ein gutes FTP-Programm ist FileZilla.
Wenn du deine neue Website nicht unter der Hauptdomain (www.Hauptdomain.de) laufen lassen willst, sondern beispielsweise unter www.Hauptdomain.de/Projekt, dann ist per FTP erstmal ein entsprechendes Unterverzeichnis anzulegen, in das dann der Ordner “wordpress” hochzuladen ist.
WordPress installieren
Jetzt liegen die erforderlichen schon mal in der richtigen Konstellation auf deinem Server. Nun ist aber noch die eigentliche Software zu installieren.
Todo´s:
- Per Browser die Seite www.Hauptdomain.de/wp-admin/install.php aufrufen. Dort wirst du erstmal von WordPress freundlich begrüßt, und der Name deiner Website und deine Email-Adresse werden abgefragt.
- Nach der Eintragung auf “WordPress installieren” klicken.
- Anschließend werden Benutzername und Passwort für den WordPress-Account der neuen Website ausgegeben. Diese notieren und auf “Anmelden” klicken.
Jetzt erscheint die Anmeldeansicht des neuen WordPress-Accounts, wo du nach der Anmeldung anfangen kannst, die neue Website mit Inhalten zu füllen.
Geschafft!
Pannen beim Installieren von WordPress
WordPress ist mittlerweile ein ziemlich ausgereiftes, weil laufend verbessertes System, bei dem auch das Installieren normalerweise so einfach wie oben beschrieben abläuft.
Da aber nicht nur die Software, sondern auch der Web-Server und natürlich auch der User mitspielen müssen, kann es hier und da auch zu Pannen kommen. Irgendwas klappt nicht, plötzlich wird einem irgendeine kryptische Fehlermeldung ausgegeben, und die anfängliche Euphorie von wegen “ohne Programmierkenntnisse” droht zu verfliegen.
Da würde ich eigentlich immer empfehlen, die Fehlermeldung ganz einfach zu googlen. Die allermeisten Fehler in Sachen WordPress Installieren sind auch schon anderen unterlaufen, und daher wird es in den meisten Fällen Hilfen oder Erfahrungsberichte im Netz geben, mit denen du die Panne beheben kannst.
Im nächsten Teil der Serie WordPress-Basics wird´s um die sogenannten Themes gehen, also die grundsätzlichen Gestaltungsvorlagen, die man am besten gleich zu Beginn installiert.
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00:32
Hi Thorsten,
wie immer ein sehr informativer Artikel, der bestimmt vielen zukünftigen Gründern dabei hilft, eine erste eigene Seite aufzubauen. Den Artikel werden wir gerne auch unseren Idea Camp-Teilnehmern empfehlen.
Eine Anmerkung zu Hosteurope: Bei denen ist WordPress unter den Webanwendungen sogar schon vorinstalliert. Das Ganze läuft also mit ein paar Klicks ab, ohne dass man die wp-config bearbeiten oder per FTP selber etwas hochladen muss. Für Leute mit wenig Erfahrung sicher eine schöne Variante.
Beste Grüße,
Bastian
08:56
Hi Bastian, Danke für die Ergänzung! Ein weiterer Grund, nicht irgendeinen Hoster zu nehmen, sondern vorher genau zu vergleichen, wer den meisten Komfort in Sachen WordPress bietet, oder sich darauf spezialisiert hat. Schönen Gruß! Thorsten