Kontaktformulare für WordPress – Part 4 der WordPress-Basics

23. August 2012 13:29

Für Leute, die WordPress nicht nur als reines Blogsystem nutzen, sondern Business-Website oder andere Projekte damit umsetzen, sind individuell konfigurierbare Kontaktformulare eine hervorragende Möglichkeit, um mit potenziellen Kunden oder Partnern in Kontakt zu kommen.

Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenig beziehungsweise undurchdacht von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht wird.Viele Websites bieten zwar einfachste Kontaktformulare, die aber oft kaum mehr als ein Ersatz für eine Email-Direkteingabe sind.

Worum es mir in diesem Teil der WordPress-Basics-Serie geht, sind wesentlich individuellere Kontaktformulare, die einen gezielten Dialog ermöglichen, die in einem Sales Funnel potenzielle Kunden leiten können, und die es dem User natürlich so leicht wie möglich machen.

Zunächst werde ich hier also ein paar Beispiele bringen, für welche Zwecke du solche Kontaktformulare einsetzen kannst. Anschließend geht´s darum, wie du ein individuelles Kontaktformular konkret aufbauen und in deine WordPress-Website integrieren kannst. Und dann gibt´s noch ein paar Links zu guten Plugins für WordPress-Formulare.

Wozu Kontaktformulare gut sind

Ich habe kürzlich ein Nebenprojekt gestartet namens Wunschverpackung. Mit der Plattform will ich Interessenten von individuell produzierten Verpackungen und entsprechende Hersteller zusammenbringen – allerdings nicht über einen Herstellerkatalog oder ähnliches.

Kontaktformular in WordPressStattdessen können die Interessenten ihre Anfragen direkt auf der Seite stellen, welche dann direkt an die passenden Hersteller geleitet werden. Die Hersteller erhalten zunächst nur die Daten zum angefragten Produkt, und bei Interesse bekommen sie auch gegen Gebühr die Kontaktdaten des Interessenten.

Bei diesem Geschäftsmodell kommt es natürlich darauf an, es den Interessenten möglichst leicht zu machen, ihre Anfrage zu stellen. Gleichzeitig sollen die Anfragen über die Kontaktformulare für die Hersteller so qualifiziert sein, dass diese auf Basis der Anfragen gleich konkrete Angebote erstellen können.

Deshalb frage ich die Produktspezifika und Auflagen ganz konkret ab. Gegenüber einem reinen Anfragefeld oder einer Email-Möglichkeit hat das den Vorteil, dass der Interessent gar nicht lange überlegen muss, welche Angaben denn nun relevant sind. Und die Hersteller bekommen die Anfragen in standardisierter und vor allem aussagekräftiger Form. Technisch umgesetzt habe ich das Kontaktformular mit dem Premium Plugin Quform*, das es für 25 Dollar bei Codecanyon* gibt.

Diese Art von Kontaktaufnahme lässt sich auf diverse Bereiche übertragen, in denen es darum geht, zu Beginn den etwaigen Bedarf oder das Anliegen eines potenziellen Kunden oder Partners zu erfassen.

So können Anbieter individueller Produkte diese Art von Kontaktformular nutzen, oder Coaches, die einen konkreten Beratungsbedarf ihrer Klienten erfahren wollen, oder jegliche Art von Projekten, bei denen sich Menschen zu irgendetwas bewerben sollen.

Wie du individuelle Kontaktformulare bei WordPress einbauen kannst

Individuelle WordPress-Kontaktformulare bekommt man in der Regel über drei Schritte auf der eigenen Website zum Laufen:

1.) Formular-Plugin runterladen + installieren

Zunächst einmal suchst du dir ein Plugin, das die Ansprüche an dein individuelles WordPress-Kontaktformular erfüllt. Und die dazugehörige Plugin-Datei installierst du in deinem WordPress-Backend. Unten in diesem Artikel habe ich schon ein paar Plugins für Kontaktformulare aufgelistet.

(Mehr zum Thema WordPress-Plugins, wie man sie installiert, und wo man sie findet, steht im vorigen Teil der WordPress-Basics.)

2.) Kontaktformular im WordPress-Backend konfigurieren

Wordpress-KontaktformularIst das Kontaktformular einmal im WordPress-Backend installiert, kannst du es normalerweise nicht direkt nutzen, sondern solltest es erstmal nach deinen Vorstellungen konfigurieren.

Dazu ist in deiner Backend-Navigation nach dem Installieren des Plugins ein neuer Bereich aufgetaucht, in den du reinklicken musst, um dort alles nach gusto zu konfigurieren. Das ist beispielsweise folgendes:

  • Eingabefelder des Kontaktformular, also die Angaben, die vom User abgefragt werden
  • Pflichtfelder und Logik, mit der der User durch das Formular geführt wird.
  • Farben, Schriften und andere Design-Elemente
  • Angaben, was mit den eigegebenen daten passieren soll, zum Beispiel direkte Email an eine bestimmte Adresse und/oder Aufnahme in eine Datenbank

3.) Code-Schnipsel auf der Seite einbauen

Wie bei vielen andere Plugins kannst du im WordPress-Backend mit den Kontaktformular-Plugins einen kleinen Code-Schnipsel (Snippet), also eine kurze Textzeile, erzeugen, die überall dort auf den einzelnen Seiten einzusetzen ist, wo das Formular letztlich erscheinen soll.

Manche Plugins bewerkstelligen die Integration auf den einzelnen Seiten sicher auch auf anderem Wege, die Code-Schnipsel sind aber eine sehr gängige Methode dafür.

Die Seite, auf der du das Snippet eingesetzt hast, ist jetzt nochmal zu speichern, und dann sollte das Kontaktformular hoffentlich funktionieren.

Datenbanken für die Eingaben ins Kontaktformular

Was dich als Seitenbetreiber nun interessiert, sind natürlich die Eingaben der User. Die landen normalerweise in einer im Kontaktformular-Plugin integrierten Datenbank, die du über das WordPress-Backend einsehen kannst.

Die einzelnen Datensätze lassen sich bei Plugins wie Quform* als CSV-Tabelle expotieren, und gleichzeitig kannst du einstellen, dass dir das Plugin bei jedem neuen Eintrag eine Email mit den jeweiligen Daten schickt, was sehr praktisch ist.

3 gute Plugins für Kontaktformulare auf WordPress-Websites

Wer sich das Wühlen in den Weiten von Marktplätzen wie Codecanyon* oder in der Plugin-Directory ersparen will, kann ja erstmal diese drei WordPress-Plugins unter die Lupe nehmen, mit denen man schon eine ganze Menge anstellen kann:

Ähnliche Artikel:

Teile diesen Artikel mit anderen ...
    Empfehle diesen Artikel bei

    Möchtest du neue Artikel künftig per Email bekommen?
    Dann trage hier einfach deine Email-Adresse ein:
    Hast du irgendwann keinen Bock mehr darauf, kannst du dich jederzeit wieder abmelden.

    Weitere Möglichkeiten, auf dem Laufenden zu bleiben:
    RSS Twitter Facebook

    Tags:

    Artikel Kommentieren und Mitschnacken


    Weitere Artikel

    • Wie Du Deine Ortsunabhängigkeit optimal nutzt & die besten Locations findest

      Wie Du Deine Ortsunabhängigkeit optimal nutzt & die besten Locations findest

      Dies ist ein Gastbeitrag von Katja Andes. Katja ist Gründerin von Sunny Office, einer Plattform für Gründer, Freelancer und Kreative, die zeitweise an schönen Orten außerhalb von Städten gemeinsam wohnen und arbeiten. Viele Unternehmer und Freelancer arbeiten zu einem großen Anteil bereits rein digital und damit ortsunabhängig. Die einzig relevante Voraussetzung in diesem Fall ist ein Arbeitsplatz mit gutem WiFi. Warum noch in einem Büro sitzen – vor allem in der kalten Jahreszeit – anstatt auf der Terrasse bei 25 [...]

      Weiterlesen... →
    • Der Werkzeugschuppen meiner Online-Tools

      Der Werkzeugschuppen meiner Online-Tools

      Lange Listen mit Tools zu bestimmten Funktionen sind ja gut und schön, wirklich nutzen wird man am Ende aber normalerweise nur ein oder vielleicht zwei Tools einer Sorte. Daher will ich heute mal durch den Werkzeugschuppen meiner Online-Tools gehen, die ich immer und immer wieder nutze. Übrigens, das sei bei dieser Gelegenheit auch mal erwähnt: Die Links zu den jeweiligen Tools gestalte ich in diesem Blog hin und wieder als Affiliate-Links. Wenn jemand auf einen solchen Link klickt und später [...]

      Weiterlesen... →
    • Die Fahrplankarte des Online-Marketing

      Die Fahrplankarte des Online-Marketing

      Online-Marketing ist mittlerweile in seinen vielen Methoden, Techniken und Buzzwords derart vielfältig, dass manchmal eine Art Komplett-Überblick gar nicht schlecht wäre. Ein wenig Ordnung ins Chaos brachte kürzlich eine Infografik der britischen Agentur hallam, die alle möglichen Instrumente des Online-Marketing in Form eines U-Bahn-Fahrplans darstellt. “The Digital Marketing Map” haben sie die Karte genannt, und es lohnt sich definitiv, die Karte einmal durchzuforsten. Struktur im Dickicht des Online-Marketing Was in der Infografik vor allem deutlich wird, sind die Zusammenhänge zwischen [...]

      Weiterlesen... →
    • Der Gründer ohne Büro – Ein Interview mit Thomas Jakel von Strandschicht

      Der Gründer ohne Büro – Ein Interview mit Thomas Jakel von Strandschicht

      In meiner Interview-Reihe mit Gründern, die ihre Unternehmen per Bootstrapping hochgezogen haben, gibt uns heute Thomas Jakel Einblicke in seine Gründerstory und seine Arbeit bei Strandschicht und dem Ideacamp. Thomas erklärt, wie Strandschicht konkret als virtuelles Unternehmen funktioniert und wie er es schafft, das Unternehmen zu führen, während er mit dem Fahrrad von Berlin nach Indien unterwegs ist. Dazu gibt er Einblicke, wie Strandschicht seine Kunden gewinnt, und wie  die Macher das Unternehmen ohne fremdes Kapital aufgebaut haben. Außerdem zeigt Thomas [...]

      Weiterlesen... →
    • Geschäftsmodelle mit WordPress Premium Themes – Für wen sich die Website-Vorlagen eignen

      Geschäftsmodelle mit WordPress Premium Themes – Für wen sich die Website-Vorlagen eignen

      Wer WordPress als Content Management System (CMS) für kommerzielle Zwecke einsetzen will, um damit ein bestimmtes Geschäftsmodell abzubilden, kommt in der Regel an den sogenannten Premium Themes nicht vorbei. Sei es eine Agentur, die ihre Leistungen und Referenzen darstellen will, eine Reiseseite oder ein Webshop – die WordPress Premium Themes sind immer eine gute Basis für professionelles Design und bringen meist auch eine ganze Palette an Features mit, aus denen sich die unterschiedlichsten Funktionen umsetzen lassen. Die zentrale Frage, der [...]

      Weiterlesen... →
    More in Tools & Services, Wordpress (3 of 38 articles)