Kontaktformulare für WordPress – Part 4 der WordPress-Basics
Für Leute, die WordPress nicht nur als reines Blogsystem nutzen, sondern Business-Website oder andere Projekte damit umsetzen, sind individuell konfigurierbare Kontaktformulare eine hervorragende Möglichkeit, um mit potenziellen Kunden oder Partnern in Kontakt zu kommen.
Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenig beziehungsweise undurchdacht von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht wird.Viele Websites bieten zwar einfachste Kontaktformulare, die aber oft kaum mehr als ein Ersatz für eine Email-Direkteingabe sind.
Worum es mir in diesem Teil der WordPress-Basics-Serie geht, sind wesentlich individuellere Kontaktformulare, die einen gezielten Dialog ermöglichen, die in einem Sales Funnel potenzielle Kunden leiten können, und die es dem User natürlich so leicht wie möglich machen.
Zunächst werde ich hier also ein paar Beispiele bringen, für welche Zwecke du solche Kontaktformulare einsetzen kannst. Anschließend geht´s darum, wie du ein individuelles Kontaktformular konkret aufbauen und in deine WordPress-Website integrieren kannst. Und dann gibt´s noch ein paar Links zu guten Plugins für WordPress-Formulare.
Wozu Kontaktformulare gut sind
Ich habe kürzlich ein Nebenprojekt gestartet namens Wunschverpackung. Mit der Plattform will ich Interessenten von individuell produzierten Verpackungen und entsprechende Hersteller zusammenbringen – allerdings nicht über einen Herstellerkatalog oder ähnliches.
Stattdessen können die Interessenten ihre Anfragen direkt auf der Seite stellen, welche dann direkt an die passenden Hersteller geleitet werden. Die Hersteller erhalten zunächst nur die Daten zum angefragten Produkt, und bei Interesse bekommen sie auch gegen Gebühr die Kontaktdaten des Interessenten.
Bei diesem Geschäftsmodell kommt es natürlich darauf an, es den Interessenten möglichst leicht zu machen, ihre Anfrage zu stellen. Gleichzeitig sollen die Anfragen über die Kontaktformulare für die Hersteller so qualifiziert sein, dass diese auf Basis der Anfragen gleich konkrete Angebote erstellen können.
Deshalb frage ich die Produktspezifika und Auflagen ganz konkret ab. Gegenüber einem reinen Anfragefeld oder einer Email-Möglichkeit hat das den Vorteil, dass der Interessent gar nicht lange überlegen muss, welche Angaben denn nun relevant sind. Und die Hersteller bekommen die Anfragen in standardisierter und vor allem aussagekräftiger Form. Technisch umgesetzt habe ich das Kontaktformular mit dem Premium Plugin Quform*, das es für 25 Dollar bei Codecanyon* gibt.
Diese Art von Kontaktaufnahme lässt sich auf diverse Bereiche übertragen, in denen es darum geht, zu Beginn den etwaigen Bedarf oder das Anliegen eines potenziellen Kunden oder Partners zu erfassen.
So können Anbieter individueller Produkte diese Art von Kontaktformular nutzen, oder Coaches, die einen konkreten Beratungsbedarf ihrer Klienten erfahren wollen, oder jegliche Art von Projekten, bei denen sich Menschen zu irgendetwas bewerben sollen.
Wie du individuelle Kontaktformulare bei WordPress einbauen kannst
Individuelle WordPress-Kontaktformulare bekommt man in der Regel über drei Schritte auf der eigenen Website zum Laufen:
1.) Formular-Plugin runterladen + installieren
Zunächst einmal suchst du dir ein Plugin, das die Ansprüche an dein individuelles WordPress-Kontaktformular erfüllt. Und die dazugehörige Plugin-Datei installierst du in deinem WordPress-Backend. Unten in diesem Artikel habe ich schon ein paar Plugins für Kontaktformulare aufgelistet.
(Mehr zum Thema WordPress-Plugins, wie man sie installiert, und wo man sie findet, steht im vorigen Teil der WordPress-Basics.)
2.) Kontaktformular im WordPress-Backend konfigurieren
Ist das Kontaktformular einmal im WordPress-Backend installiert, kannst du es normalerweise nicht direkt nutzen, sondern solltest es erstmal nach deinen Vorstellungen konfigurieren.
Dazu ist in deiner Backend-Navigation nach dem Installieren des Plugins ein neuer Bereich aufgetaucht, in den du reinklicken musst, um dort alles nach gusto zu konfigurieren. Das ist beispielsweise folgendes:
- Eingabefelder des Kontaktformular, also die Angaben, die vom User abgefragt werden
- Pflichtfelder und Logik, mit der der User durch das Formular geführt wird.
- Farben, Schriften und andere Design-Elemente
- Angaben, was mit den eigegebenen daten passieren soll, zum Beispiel direkte Email an eine bestimmte Adresse und/oder Aufnahme in eine Datenbank
3.) Code-Schnipsel auf der Seite einbauen
Wie bei vielen andere Plugins kannst du im WordPress-Backend mit den Kontaktformular-Plugins einen kleinen Code-Schnipsel (Snippet), also eine kurze Textzeile, erzeugen, die überall dort auf den einzelnen Seiten einzusetzen ist, wo das Formular letztlich erscheinen soll.
Manche Plugins bewerkstelligen die Integration auf den einzelnen Seiten sicher auch auf anderem Wege, die Code-Schnipsel sind aber eine sehr gängige Methode dafür.
Die Seite, auf der du das Snippet eingesetzt hast, ist jetzt nochmal zu speichern, und dann sollte das Kontaktformular hoffentlich funktionieren.
Datenbanken für die Eingaben ins Kontaktformular
Was dich als Seitenbetreiber nun interessiert, sind natürlich die Eingaben der User. Die landen normalerweise in einer im Kontaktformular-Plugin integrierten Datenbank, die du über das WordPress-Backend einsehen kannst.
Die einzelnen Datensätze lassen sich bei Plugins wie Quform* als CSV-Tabelle expotieren, und gleichzeitig kannst du einstellen, dass dir das Plugin bei jedem neuen Eintrag eine Email mit den jeweiligen Daten schickt, was sehr praktisch ist.
3 gute Plugins für Kontaktformulare auf WordPress-Websites
Wer sich das Wühlen in den Weiten von Marktplätzen wie Codecanyon* oder in der Plugin-Directory ersparen will, kann ja erstmal diese drei WordPress-Plugins unter die Lupe nehmen, mit denen man schon eine ganze Menge anstellen kann:
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